Geschichte | Brigitta von Kildare | Prominenter Besuch | Impressionen Renovierung | Renovierungsbericht | Restaurierbericht | Altarbild | Eröffnung

Filialkirche St. BrigidaWenige Kilometer nordöstlich von Henndorf, etwas außerhalb des Weilers Ölling in Breyern, steht – ähnlich wie die Pfarrkirche auf einer leichten Anhöhe – die Filialkirche zur hl. Brigida. Bereits im 8. oder 9. Jahrhundert dürfte ein älterer Vorgängerbau an der Stelle gestanden haben, an der nunmehr die Filialkirche errichtet ist.
Die Kirche ist die einzige in Österreich, die der heiligen Äbtissin Brigida (ca. 453 – 526), der Schutzheiligen Irlands, geweiht ist. Als Weihedatum der bereits in der ersten Hälfte des 15. Jh.s errichteten Kirche gilt 1449. Diese Jahreszahl ist heute noch an der nördlichen Seitentür sichtbar.
Zweimal war die Kirche von der Schließung bedroht. Zum erstenmal wurde sie von der „königlich bayrischen Regierung“ (1810-1816) als entbehrlich angesehen. Aufgrund heftigen Widerstandes seitens der Gemeinde wurde sie dann jedoch gegen Bezug der Opferstöcke und der Tafelsammlung der Gemeinde zur Erhaltung überlassen.
Aufgrund der zahlreichen Opfergelder der damals vielbesuchten Wallfahrtskirche sowie einer Stiftung, die vom verstorbenen Georg Brandstätter vom Ederbauerngut in Ölling stammte, musste das Kirchenvermögen nicht angegriffen werden.
Das zweite Mal wurde von der Mutterkirche die Aufhebung der „bei einer Einöde“ stehenden „Nebenkapelle“ 1822 beantragt, da man ihr Vermögen für die Renovierung des Henndorfer Vikarhauses gebraucht hätte. Der Henndorfer Vikar und der Köstendorfer Dechant wandten jedoch ein, dass die Kirche zum einen nicht in der Einöde stehe, sondern von einigen Häusern und Weilern umgeben sei und man zum anderen das Geld von St. Brigida auch ohne Schließung abtreten würde.
St. Brigida gilt heute als ein Hauptwerk der Gotik in Salzburg. Sie ist eine einschiffige Saalkirche und gehört zu dem Typus der sogenannten Wandpfeilerkirchen. Bei der Renovierung 1960/61 wurde eine im späten 19. Jh. nachträglich angefertigte Dekorations-malerei im Inneren wieder entfernt und so ist die Kirche bis heute in ihrer ursprünglichen Form weitgehend erhalten.
Neben der Kirche fließt eine als wundertätiges „Augenwasserl“ verehrte Quelle. Diese hat – wie die Votivbilder in der Kirche beweisen, Augenleiden und andere Krankheiten geheilt. Auch die hl. Brigida ist auf den Altarbildern der Kirche dargestellt, wie sie einen Kranken heilt.

 

Unterlinks dazugeben